Liebe interessierte Besucher
Nach langen, intensiven und umfangreichen Arbeiten ist die Festschrift endlich fertiggestellt und kann ab 10.01.2010 zu einem Preis von 3,- EURO bei
- ED-Tankstelle Naunheim
- Ortsbürgermeister Christian Sommer
- 1. Beigeordnete Christoph Michels
- Bürgerbüro VGV Maifled, Polch
erworben werden.
Auszug aus dem Inhalt:
- Editorial
- 1. Weltkrieg
- 2. Weltkrieg
- Nachkriegsjahre
- Dorfleben ab 1950
- Veränderung des Erscheinungsbildes der Gemeinde
- Kultur- und Vereinsleben
- Altes Naunheimer Brauchtum
- "Der ewige Jäger"
- Pastor Johannes Loch
- Die Sage vom Klapper-Hund
- Entstehung der Heiligkreuz Kapelle
- Geschichte der Bahn in Naunheim
- Vom Naudemer Usterhannes
- u.a.
Editorial:
Liebe Leserinnen, Liebe Leser,
nun ist es so weit, Naunheim feiert sein 800-jähriges Jubiläum, und alle sind herzlich eingeladen, mit uns zu feiern.
Das ist der willkommene Anlass, Ihnen diese kleine Festschrift mit Grüßen, interessanten Geschichten und spannenden Anekdoten aus unserem Ort zu präsentieren.
Vieles wurde in vergangenen Zeiten niedergeschrieben, vieles über Generationen weiter erzählt. Aus dem ganzen Fundus des Vorliegenden und des noch Unentdeckten haben wir eine kleine Auswahl an Texten zusammengestellt, einiges Neue recherchiert und vieles Alte betrachtet, gelesen und bestaunt.
An dieser Stelle sollen die Autoren der bisherigen Chroniken mit großem Dank bedacht werden. Die früheren Dorflehrer von Naunheim – insbesondere zu erwähnen Lehrer Castor Seibel, deren Tochter Walburga noch bis in die heutige Zeit um die Geschichte Naunheims bemüht ist – haben sehr viel Geschichtliches in fleißiger Kleinarbeit dokumentiert. In den letzten Jahrzehnten hat dies nach Ernst Montabaur in ebensolcher akribischen Fleißarbeit der sehr aktive Chronist des Ortes, Josef Gödert fortgeführt. Diese ganzen Dokumente, Texte und Bilder waren uns in erster Linie Quelle für diese Festschrift.
Mit diesem Büchlein soll keinesfalls der Anspruch einer Chronik erweckt werden, sondern vielmehr eine kurzweilige Festschrift in Ihren Händen liegen.
Als Autoren und „Sammler“ waren für Sie Kerstin Michels, Martin Beneke und Claudia Wickenburg-Klueß tätig. Für das Erscheinungsbild und die gelungene Optik zeichnet Fariba Schlüter- Pirouz verantwortlich. Wir haben auf jeden Fall interessante Abende mit Naunheims Geschichte verbracht und hoffen sehr, dass unsere kleine Festschrift anlässlich des Jubiläums Gefallen findet
2. Weltkrieg: (Textauszug)
.....Im Verlauf der Kriegsjahre kamen auch die Kriegsgeschehnisse immer näher an Naunheim heran. Abstürze von abgeschossenen englischen oder amerikanischen Flugzeugen konnten im Sommer und Herbst 1943 in der Umgebung beobachtet werden. So stürzte am 20. Dezember 1943 ein Flugzeug nahe dem Dorf ab. Viele Dorfbewohner eilten zur Unglücksstelle, die sieben Opfer wurden am 24.12.1943 auf dem Naunheimer Friedhof beigesetzt und später von amerikanischen Besatzungssoldaten nach Krefeld überführt.
Deutlich spürbarer wurde die Bedrängung der deutschen Truppen an den Fronten im September 1944, als alle nicht in der Landwirtschaft tätigen Arbeitskräfte, so auch Lehrer, an die Westgrenze zur Errichtung eines Verteidigungswalls abgezogen wurden......
Nachkriegsjahre: (Textauszug)
.....In den Nachkriegsmonaten erlebte Naunheim, wie durch den zunehmenden Hunger in den Städten und Kriegsgefangenenlagern mehr und mehr Transporte mit Lebensmitteln, insbesondere Kartoffeln, durch die Landbevölkerung bestückt werden mussten. Positive Erlebnisse waren in dieser Zeit die Rückkehr von Familienmitgliedern aus der Kriegsgefangenschaft......
Veränderung des Erscheinungsbildes: (Textauszug)
.....In den Jahren 1990/91 wurde die Kirche in Naunheim renoviert und hebt sich seitdem durch den hellen Außenanstrich deutlich aus dem Dorfbild ab. Im Oktober 1991 wurde das landwirtschaftliche Anwesen der Gebrüder Dünchem abgerissen, an dessen Stelle sind der Karl- Adams-Platz und das Feuerwehrhaus entstanden. Die anfänglichen Planungen, ein Bürgerhaus an dieser Stelle entstehen zu lassen, wurden aus Kostengründen später wieder verworfen.....
Altes Naunheimer Brauchtum: (Textauszug)
Vom Meertesfeuer
....Einige Tage vor dem Martinstag sammelten die Schuljungen brennbares Material. Dabei sangen sie vor jedem Haus folgende Verse:
„Krotz, krotz, krimmeledotz, bär neust jet, dä es neust notz.
Jefft us paar Schanze, dat me kinne danze.
Jefft us paar Latze, dat me kinne kratze.
Jefft us en ahl Mann, da jie me heudann.......
Die Sage vom Klapper Hund: (Textauszug)
...Nun hören wir einmal, was ein alter Mertlocher Großvater erzählte.
„Ich habe die Geschichte von dem spukenden Klapper-Hund in meiner Jugendzeit so manchmal gehört, aber ich habe sie nie so richtig glauben können. Es kam mir immer so verdächtig vor, dass der Klapper-Hund meist von Leuten gesehen worden ist, die von der Naunheimer Kirmes oder vom Pilliger Schützenfest nachts nach Hause kamen. Punkt zwölf Uhr nachts soll der Spuk erscheinen, also zur Geisterstunde.....
Geschichte der Bahn in Naunheim: (Textauszug)
....Neben dem Güterverkehr war besonders der Personenverkehr in der ersten Zeit rege, denn jeder wollte einmal mit der Maifeldbahn fahren. In den Zügen gab es meistens eine lebhafte Unterhaltung der Reisenden untereinander. Das Maifeldbähnchen hatte auch ganz schnell Kosenamen erhalten, zum Beispiel der Maifeld-Express, Balkan-Express oder der feurige Elias.....
Wir hoffen, wir konnten Sie mit den kurzen Textauszügen neugierig auf die auch reichlich bebilderte Festschrift machen.
Das Autorenteam